Welchen Kratzbaum für die Katze wählen? Worauf sollte man vor dem Kauf achten?
Die Auswahl eines Kratzbaums für die Katze kann auf den ersten Blick einfach erscheinen. Man muss sich lediglich für die passende Höhe, Farbe, Anzahl der Liegeflächen und Art der Schlafplätze entscheiden. In der Praxis können ähnlich aussehende Konstruktionen jedoch erhebliche Unterschiede bei Sicherheit, Haltbarkeit, Reinigungsfreundlichkeit und tatsächlichem Komfort für die Katze aufweisen.
Wie wählt man einen guten Kratzbaum aus und worauf sollte man vor dem Kauf achten? Am besten beurteilt man ihn anhand einiger grundlegender Bereiche: Stabilität, Verarbeitungsqualität, Lebensdauer, Reinigungsmöglichkeiten, Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie Anpassung an die Größe und das Verhalten der jeweiligen Katze.
Seit mehr als 22 Jahren beschäftige ich mich mit der Entwicklung und Herstellung von Kratzbäumen. In dieser Zeit habe ich sowohl Konstruktionen gesehen, die Katzen viele Jahre lang dienten, als auch Produkte, die bereits nach kurzer Zeit zu wackeln begannen, sich lockerten oder von den Tieren nicht mehr genutzt wurden.
1. Sicherheit und Stabilität des Kratzbaums
Ein Kratzbaum ist kein gewöhnliches Möbelstück, auf dem eine Katze lediglich ruhig liegt. Das Tier springt mit Schwung auf die Liegeflächen, klettert an den Stämmen empor, stößt sich von ihnen ab und ändert plötzlich seine Bewegungsrichtung. Nutzen mehrere Katzen dieselbe Konstruktion, sind die auftretenden Belastungen noch größer.
Deshalb gehört die Stabilität zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Kratzbaums.
Über die Sicherheit der Konstruktion entscheiden unter anderem:
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die Größe und Steifigkeit der Bodenplatte;
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die Anordnung der Stämme;
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die Lage des Schwerpunkts;
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die Art der Abstützung von Liegeflächen und Schlafplätzen;
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die Qualität der Verbindungen;
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die Steifigkeit der gesamten Konstruktion.
Das Gewicht des Kratzbaums allein garantiert keine Sicherheit. Auch eine schwere Konstruktion kann wackeln, wenn die Bodenplatte zu klein ist, die Stämme ungünstig angeordnet sind oder große Elemente weit über die tragenden Punkte hinausragen.
Ähnlich verhält es sich bei Deckenkratzbäumen. Eine Deckenspannvorrichtung kann eine richtig konstruierte Anlage zusätzlich stabilisieren, sie gleicht jedoch keine schwachen Stämme, dünnen Liegeflächen oder schlecht ausgeführten Verbindungen aus.
Weitere häufige Vereinfachungen erklären wir im Artikel „Kratzbäume für Katzen – Fakten und Mythen“.
Nach der Montage sollte geprüft werden, ob:
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die Bodenplatte mit ihrer gesamten Fläche auf dem Fußboden aufliegt;
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sich die Konstruktion nicht auf einer Seite anhebt;
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die Stämme kein Spiel haben;
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sich die Liegeflächen unter Druck nicht verdrehen;
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sich die höchsten Elemente nicht unabhängig von der übrigen Konstruktion neigen.
Dies ist besonders wichtig bei der Auswahl eines Kratzbaums für große Katzen, da ihr höheres Gewicht und ihre größere Kraft die gesamte Konstruktion deutlich stärker belasten.
2. Haltbarkeit – wie lange wird der Kratzbaum halten?
Auf Produktfotos sieht man vor allem die Farbe, die Form und die Anordnung der Liegeflächen und Schlafplätze. Die wichtigsten Unterschiede befinden sich jedoch häufig im Inneren der Stämme, unter der Polsterung oder an den Verbindungsstellen der einzelnen Bauteile.
Konstruktion der Stämme
Ein dicker Stamm bedeutet nicht automatisch eine hohe Qualität. Zwei Stämme mit demselben Durchmesser können eine völlig unterschiedliche Festigkeit und Haltbarkeit besitzen.
Vor dem Kauf sollte man nach Möglichkeit feststellen:
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aus welchem Material der innere Korpus des Stammes besteht;
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wie stark die Wand des verwendeten Rohres ist;
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wie die Enden des Stammes ausgeführt sind;
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wie die Muttern befestigt wurden;
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welchen Durchmesser die verwendeten Schrauben haben;
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ob die Befestigungselemente dauerhaft und fest eingesetzt sind.
Bei hohen und großen Konstruktionen müssen die Stämme für ein kräftiges Verschrauben ausgelegt sein. Bestehen ihre Enden aus dünnem Kunststoff, drehen sie sich oder bewegen sie sich im Inneren des Rohres, kann sich die Stabilität des gesamten Kratzbaums schnell verschlechtern.
Den genauen Aufbau eines professionellen Stammes beschreiben wir in unserem Ratgeber „Woran erkennt man einen wirklich guten Kratzbaum?“.
Qualität des Sisalseils
Die Lebensdauer eines Kratzstammes hängt in hohem Maße von der Qualität des verwendeten Sisalseils ab. Die Angabe, dass ein Seil aus Sisal besteht, sagt allein noch wenig über seine tatsächliche Qualität aus.
Von Bedeutung sind:
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die Stärke des Seils;
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die Anzahl und Qualität der einzelnen Stränge;
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die Länge der verwendeten Fasern;
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die Festigkeit der Drehung;
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die Spannung beim Aufwickeln;
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die Genauigkeit, mit der die einzelnen Windungen angeordnet wurden;
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die Befestigung des Anfangs und des Endes des Seils.
Eine dünne Schnur kann von den Krallen relativ schnell durchtrennt werden, selbst wenn sie auf einen sehr dicken Stamm gewickelt wurde. Das Seil sollte stark gedreht, gleichmäßig angeordnet und fest zusammengedrückt sein. Zwischen den einzelnen Windungen dürfen keine Lücken oder lockeren Stellen entstehen.
Liegeflächen und Bodenplatte
Die Haltbarkeit eines Kratzbaums hängt ebenfalls von den Materialien ab, aus denen Bodenplatte, Liegeflächen, Schlafplätze und Häuschen gefertigt wurden.
Mehrschichtiges Sperrholz nimmt Belastungen aus unterschiedlichen Richtungen gut auf, bleibt formstabil und ist widerstandsfähig gegen wiederholtes Auf- und Abbauen. Außerdem bricht es an den Stellen, an denen Schrauben und Befestigungselemente eingesetzt sind, deutlich schwerer aus.
Spanplatten können dagegen an den Befestigungsstellen wesentlich schneller beschädigt werden, insbesondere wenn die Konstruktion häufig zerlegt, umgestellt oder intensiv genutzt wird.
Die Haltbarkeit eines Kratzbaums sollte daher nicht ausschließlich anhand seiner Höhe, der Anzahl der Stämme oder seines massiven Erscheinungsbildes beurteilt werden. Entscheidend sind die Qualität aller Bauteile und die Art ihrer Verbindung.
3. Einfache Reinigung des Kratzbaums
Ein Kratzbaum ist ein intensiv genutzter Bestandteil der Wohnungseinrichtung. Auf ihm sammeln sich Haare, Staub, Pfotenabdrücke und gelegentlich auch schwierigere Verschmutzungen.
Vor dem Kauf sollte deshalb geprüft werden, ob sich die gesamte Konstruktion gründlich reinigen lässt.
Besonders pflegeleicht sind Kratzbäume mit:
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glatten und entsprechend geschützten Oberflächen;
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abnehmbaren Kissen;
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austauschbaren Bezügen;
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waschbaren Textilien;
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gut zugänglichen Liegeflächen, Häuschen und Zwischenräumen.
Eine lackierte Oberfläche kann problemlos abgewischt werden. Kissen und Bezüge lassen sich dagegen abnehmen und waschen. Dies ist wesentlich praktischer als eine dauerhafte Verkleidung ganzer Liegeflächen mit Plüsch oder einem anderen Stoff.
Eine fest angebrachte Polsterung sammelt mit der Zeit Haare und Staub. Eine gründliche Reinigung kann dadurch sehr schwierig werden. Ein ähnliches Problem besteht bei leichten Häuschen aus Stoff, der über einen dünnen Rahmen gespannt wurde. Solche Elemente verlieren schneller ihre Form, lassen sich schlechter reinigen und bieten nicht dieselbe Stabilität wie ein Häuschen aus einem festen Material.
Ein Kratzbaum sollte nicht nur am Tag des Kaufs gut aussehen. Er sollte sich auch nach mehreren Jahren täglicher Nutzung in einem gepflegten Zustand halten lassen.
4. Ersatzteile und Austausch einzelner Elemente
Ein guter Kratzbaum sollte kein Wegwerfprodukt sein.
Auch sehr haltbare Bauteile, die unmittelbar mit den Krallen der Katze in Kontakt kommen, können nach vielen Jahren ausgetauscht werden müssen. Ebenso unterliegen Kissen, Bezüge und andere Textilien einem natürlichen Verschleiß.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob der Hersteller Folgendes anbietet:
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austauschbare Kratzstämme;
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neue Kissen und Bezüge;
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Befestigungselemente;
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zusätzliche Liegeflächen und Schlafplätze;
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die Möglichkeit, die Konstruktion zu verändern oder zu erweitern.
Bei einem gut entwickelten Kratzbaum muss nicht die gesamte Konstruktion entsorgt oder aufwendig erneuert werden. In der Regel genügt es, einen bestimmten Stamm, ein Kissen oder einen Bezug auszutauschen. Die Bodenplatte, Liegeflächen und übrigen Elemente können weitere Jahre verwendet werden.
In unserem Sortiment finden Sie unter anderem Ersatzbezüge und Zubehör für Kratzbäume, mit denen einzelne Teile der Konstruktion ausgetauscht, ergänzt oder erweitert werden können.
Die Verfügbarkeit von Ersatzteilen zeigt außerdem, dass der Hersteller bereits bei der Entwicklung von einer langjährigen Nutzung des Kratzbaums ausgeht.
5. Wie passt man den Kratzbaum an die Bedürfnisse einer bestimmten Katze an?
Selbst der am besten gefertigte Kratzbaum erfüllt seinen Zweck nicht, wenn er nicht zur Größe, zum Alter, zur körperlichen Verfassung, zum Temperament und zu den Gewohnheiten der Katze passt.
Es gibt kein einziges Modell, das für alle Katzen gleichermaßen ideal ist.
Größe der Katze und Abmessungen der Liegeflächen
Je größer die Katze ist, desto größer sollten ihre Liegeflächen, Häuschen und Ruheplätze sein. Man sollte sich nicht ausschließlich an Produktbezeichnungen wie „Kratzbaum für große Katzen“ oder „Maine-Coon-Kratzbaum“ orientieren. Entscheidend sind die tatsächlichen nutzbaren Abmessungen.
Die Katze sollte problemlos:
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auf die Liegefläche steigen können;
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sich frei umdrehen können;
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mit dem gesamten Körper aufliegen können;
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sich beim Ausruhen vollständig ausstrecken können;
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sicher auf die nächste Ebene gelangen können.
In der Praxis ruhen viele Maine Coons gerne mit vollständig ausgestrecktem Körper. Lange, offene Rinnenliegen eignen sich deshalb besonders gut, da sich die Katze nicht in einem kleinen runden Korb zusammenrollen muss.
Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber „Welchen Kratzbaum soll ich für meine Maine-Coon-Katze wählen?“ sowie in unserer Kategorie Kratzbäume für Maine Coons.
Ein langer Kratzstamm, der direkt vom Boden aus zugänglich ist
Bei vielen Konstruktionen beginnen die mit Sisal umwickelten Stämme erst oberhalb eines Häuschens oder auf einer höheren Ebene. Nicht jede Katze möchte jedoch zunächst auf eine Liegefläche steigen, bevor sie kratzen kann.
Viele Katzen bevorzugen einen Stamm, der direkt vom Boden aus zugänglich ist. Das Tier steht dabei sicher auf dem Fußboden, legt die Vorderpfoten an den Stamm und kann seinen gesamten Körper ausstrecken.
Deshalb sollte mindestens eine Kratzfläche:
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möglichst nah über dem Boden beginnen;
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leicht zugänglich sein;
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eine ausreichende Länge bieten;
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nicht durch ein Häuschen oder eine Liegefläche verdeckt werden;
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der Katze ermöglichen, ihren gesamten Körper zu strecken.
Je größer und länger die Katze ist, desto länger sollte der frei zugängliche Bereich des Stammes sein.
Nicht jede Katze mag Häuschen und geschlossene Höhlen
Häuschen werden häufig als unverzichtbarer Bestandteil eines Kratzbaums betrachtet. In Wirklichkeit unterscheiden sich die Vorlieben von Katzen jedoch erheblich.
Einige Tiere lieben geschlossene Verstecke und verbringen dort einen großen Teil des Tages. Andere betreten ein Häuschen praktisch nie und bevorzugen offene Liegeflächen, Hängematten oder hoch gelegene Schlafplätze.
Eine größere Anzahl von Häuschen bedeutet daher nicht automatisch, dass der Kratzbaum besser ist. Vor dem Kauf sollte man beobachten:
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ob die Katze geschlossene Verstecke auswählt;
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ob sie auf offenen Flächen schläft;
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ob sie hoch gelegene Plätze sucht;
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ob sie sich lieber näher am Boden aufhält;
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ob sie zusammengerollt oder mit ausgestrecktem Körper schläft.
Der Aufbau des Kratzbaums sollte diesen Verhaltensweisen entsprechen.
Alter, Temperament und Aktivitätsniveau
Eine junge und energiegeladene Katze benötigt eine andere Konstruktion als ein ruhiges oder älteres Tier.
Aktive Katzen nutzen in der Regel gerne hohe Kratzbäume mit mehreren Ebenen, langen Stämmen und abwechslungsreichen Klettermöglichkeiten.
Große und schwere Katzen benötigen vor allem eine stabile Konstruktion, großzügige Liegeflächen und solide Abstützungen. Dies betrifft insbesondere Maine Coons, Norwegische Waldkatzen, Sibirische Katzen und Ragdolls. Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Kratzbaum für Ragdoll – Stabilität, Komfort und perfekter Rückzugsort“.
Ältere oder weniger bewegliche Katzen benötigen möglicherweise niedriger angebrachte Liegeflächen, kleinere Abstände zwischen den Ebenen und einen leichteren Weg zu ihrem bevorzugten Schlafplatz.
Ein Kratzbaum für mehrere Katzen
Wenn mehrere Katzen dieselbe Konstruktion nutzen sollen, reicht es nicht aus, lediglich die Anzahl der Schlafplätze zu erhöhen.
Wichtig sind:
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mehrere voneinander unabhängige Ruheplätze;
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Liegeflächen auf unterschiedlichen Höhen;
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mehr als ein Weg nach oben und unten;
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ausreichend breite Plattformen;
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genügend Platz, damit Katzen sicher aneinander vorbeigehen können;
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eine Anordnung, die mögliche Konflikte reduziert.
Eine Katze kann einen schmalen Durchgang oder den höchsten Schlafplatz blockieren. Eine Konstruktion für mehrere Tiere sollte es den anderen Katzen ermöglichen, den Kratzbaum zu nutzen, ohne unmittelbar an einem dominanten Tier vorbeigehen zu müssen.
Der Standort des Kratzbaums ist sehr wichtig
Selbst ein sehr guter Kratzbaum kann ungenutzt bleiben, wenn er an der falschen Stelle aufgestellt wird.
Katzen möchten sich häufig dort aufhalten, wo das tägliche Familienleben stattfindet. Ein Kratzbaum in einem dunklen, abgelegenen Raum kann für sie wesentlich weniger attraktiv sein als eine Konstruktion im Wohnzimmer, in der Nähe der Bewohner oder neben einem Fenster.
Ein geeigneter Standort kann sein:
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ein Raum, in dem sich die Bewohner häufig aufhalten;
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ein Platz neben einem Fenster, von dem aus die Katze ihre Umgebung beobachten kann;
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eine Stelle, an der die Katze bereits zuvor gekratzt hat;
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ein Bereich in der Nähe ihres bevorzugten Ruheplatzes;
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ein Ort mit guter Übersicht über den Raum.
Der Kratzbaum sollte nicht automatisch in einer Ecke aufgestellt werden, nur weil er dort am wenigsten stört. Aus Sicht der Katze kann dieser Platz völlig uninteressant sein.
Ausführlicher behandeln wir dieses Thema im Artikel „Wo sollte man einen Kratzbaum für die Katze aufstellen?“.
Welchen Kratzbaum sollte man wählen? Eine kurze Checkliste
Vor dem Kauf sollte man sich folgende Fragen stellen:
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Ist die Konstruktion stabil und sicher?
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Aus welchen Materialien bestehen Bodenplatte, Liegeflächen und Stämme?
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Welche Qualität besitzt das verwendete Sisalseil?
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Können Kissen und Bezüge abgenommen und gewaschen werden?
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Bietet der Hersteller Ersatzteile an?
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Sind die Schlafplätze groß genug für meine Katze?
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Bevorzugt meine Katze Häuschen, offene Liegeflächen, Hängematten oder hoch gelegene Beobachtungsplätze?
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Ist mindestens ein langer Kratzstamm direkt vom Boden aus zugänglich?
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Passt die Anordnung der Ebenen zum Alter und zur Beweglichkeit meiner Katze?
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Kann der Kratzbaum an einem für die Katze attraktiven Ort aufgestellt werden?
Häufig gestellte Fragen
Welchen Kratzbaum sollte man für eine Katze wählen?
Am besten wählt man einen stabilen und langlebigen Kratzbaum, der an die Größe und das Verhalten der jeweiligen Katze angepasst ist. Er sollte einen ausreichend langen Kratzstamm, bequeme Schlafplätze und eine Konstruktion bieten, auf der sich die Katze sicher zwischen den Ebenen bewegen kann.
Wie wählt man einen guten Kratzbaum für eine große Katze?
Ein Kratzbaum für eine große Katze sollte geräumige Liegeflächen, lange Kratzstämme, eine steife Bodenplatte und stabile Verbindungen besitzen. Entscheidend sind die tatsächlichen Abmessungen der einzelnen Elemente und nicht allein die Bezeichnung „für große Katzen“.
Worauf sollte man beim Kauf eines Kratzbaums achten?
Zu den wichtigsten Kriterien gehören Stabilität, Qualität der Stämme und des Sisals, das Material der Bodenplatte und Liegeflächen, die Größe der Schlafplätze, die Waschbarkeit der Textilien und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Der Kratzbaum sollte außerdem zum Alter, zur Aktivität und zu den individuellen Gewohnheiten der Katze passen.
Zusammenfassung
Ein guter Kratzbaum für Katzen sollte vier wesentliche Eigenschaften miteinander verbinden: Sicherheit, Haltbarkeit, einfache Pflege und die Anpassung an die tatsächlichen Bedürfnisse des Tieres.
Ein Kratzbaum sollte nicht ausschließlich nach seinem Aussehen, seiner Höhe, seinem Preis oder der Anzahl positiver Bewertungen ausgewählt werden. Wesentlich wichtiger sind die verwendeten Materialien, die Qualität der Konstruktion, passende Abmessungen und die Möglichkeit, Elemente auszutauschen, die nach vielen Jahren verschleißen können.
Letztlich entscheidet nicht die Anzahl der Häuschen, Liegeflächen oder Stämme darüber, ob eine Katze den Kratzbaum nutzen wird. Die beste Konstruktion ist sicher, langlebig und an das natürliche Verhalten des jeweiligen Tieres angepasst.
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